„Der Wege sind viele, doch das Ziel ist eins.“ – Rumi

Dry Needling

Dry Needling

Dry Needling

Dry Needling ist eine Behandlungsmethode, mit der verhärtete Muskelstrukturen behandelt werden. Dabei wird mit einer dünnen Einwegakupunkturnadel ohne Medikament (deshalb der Name dry = trocken) unter hygienischen Bedingungen ganz präzise in sog. muskuläre Triggerpunkte, die für die aktuellen Beschwerden verantwortlich sind, gestochen.

Diese Technik hat nichts mit der bekannten Akupunktur zu tun, außer dass das gleiche Werkzeug verwendet wird. Der Stich durch die Haut ist kaum spürbar. Wenn man den Triggerpunkt trifft, zieht sich der muskuläre Hartspannstrang, in dem sich der Triggerpunkt befindet, kurz aber heftig zusammen. Dieses Auslösen der sogenannten lokalen Zuckungsantwort „twich“ kann als unangenehm empfunden werden, ist aber ein Muss bei der intramuskulären Stimulation (IMS).

Durch das Lösen der Muskelverkrampfung verschwindet der dadurch entstandene Schmerz. Des weiteren wird die lokale Durchblutungssituation verbessert und die lokale Entzündungsreaktion gesenkt.

Es werden zwei Varianten des Dry Needlings unterschieden:

Deep Dry Needling (tiefes Dry Needling) – auch Intramuskuläre Stimulation (IMS) genannt.
Hierbei wird mit der Nadel in den Triggerpunkt gestochen, um die lokale Zuckungsantwort auszulösen.

Superficial Dry Needling (oberflächliches Dry Needling) – auch Superfizielle Afferenzstimulation (SAS) genannt.
Hierbei wird die Nadel nur oberflächlich angewendet. Es wird nicht bis in die Muskulatur gestochen. Diese Technik findet bei Narben häufige Anwendung.

Anwendungsgebiete:

  • Behandlung von schmerzhaften Triggerpunkten
  • muskulärer Hartspann
  • schmerzhafte oder unbewegliche Narben
  • chronische Schmerzsyndrome wie z.B. Tennisarm, Schuler-Nackenverspannungen, Kopf- und Rückenschmerzen
  • in der Sportphysiotherapie
  • in der orthopädischen Rehabilitation